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Der erste Roman mit Katharina Schweitzer! Als ich anfange zu schreiben, habe ich eine klare Vorstellungen, wie sie arbeitet – als ehrgeizige Köchin in großen Restaurants - und wie sie ausschaut: groß, gewaltig, rotlockig, unübersehbar. Äußerlich das glatte Gegenteil zu mir. Bis heute finde ich es gut, dass ich sie mir so ausgedacht habe, immer noch macht es Spaß, in eine Figur einzutauchen, die auf Männer herabschauen kann. Von ihrer Psyche habe ich damals noch wenig Ahnung, Katharina ist im wahrsten Sinne des Wortes „ein unbeschriebenes Blatt“, aber, nachdem ich Ang Lees wunderbaren Film „Eat, Drink, Man, Woman“ gesehen habe, weiß ich, in was für eine Geschichte sie hineingerät. Der Krimi hat natürlich etwas mit Kochen zu tun, und von Kochen verstehe ich was. Für Leichenschmaus tauche ich erstmals in die Welt des Profikochens ein: Arbeiten unter Hochdruck auf engstem Raum, extreme Hitze, rauer Umgangston, scharfe Konkurrenz. Was geschieht, wenn in so einer Arbeitsatmosphäre, einem solchen „locked room“ ein Mord geschieht?
Presse:
„Mit „Leichenschmaus“ hat Brigitte Glaser auf Anhieb einen großen Wurf gelandet.“
Rheinische Post, 1.12.03
Emons Verlag 2004
Ein Unfall der Mutter führt die Sterneköchin Katharina Schweitzer wieder in ihre badische Heimat. Kaum zurück findet sie in einem Steinbruch die Leiche von Konrad Hils. Der Mann war Wortführer der Gegner einer geplanten Allwetter-Skihalle, ein Projekt, das die Bevölkerung der Region spaltet wie kein zweites. Natürlich stellt die örtliche Presse sofort eine Zusammenhang zwischen Hils´ Ermordung und der Skihalle her, aber Katharina ist sich da nicht so sicher. Auf die richtige Spur führt sie letztendlich das berühmteste Getränk der Region: das Schwarzwälder Kirschwasser.
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Schwarzbrennen ist die erste Idee, die ich je zu einem eigenen Krimi entwickelt habe, und die grabe ich für den zweiten Katharina-Roman aus. Dörfliche Brennküchen kenne ich aus meiner Kindheit, und schon immer wollte ich wissen, wie man die Zöllner betrügen und in was für Schwierigkeiten man dadurch geraten kann. (Den ungewöhnlichen Buchtitel verdanke ich einem alten Freund, der mir von einer Südamerikareise das Foto eines Konditoreischaufensters mitbrachte, in dem auf einem Schild „Schwarzwälder Kirschtote“ geschrieben stand.) Als ich bei der Recherche im Badischen mit Brennern rede, wird mir ein zweites Thema für die Kirschtote regelrecht aufgedrängt. Jeder, den ich treffe, spricht von der geplanten Indoor-Skihalle am Breitenbrunnen.
So ein Thema darf man auf keinen Fall verschenken, also frage ich mich, was das Schwarzbrennen mit der Skihalle zu tun haben könnte, wer deswegen sterben muss und wie Katharina ermitteln wird. In Kirschtote geht es ihr gar nicht gut. Die alten Konflikte mit ihrer Mutter kochen hoch, und die Morde aus dem „Leichenschmaus“ drücken schwer auf ihrer Psyche. Sie ist sehr dünnhäutig in dieser Geschichte, so verletzbar wie in keiner anderen.
Presse:
Zugegeben: Es gibt schlimmere Todesarten als die, in einer Abfüllanlage für Schwarzwälder Kirschwasser in Hochprozentigem zu ertrinken... Ein würziger Krimi.
Saarbrücker Zeitung, 8./9.01.05
Emons Verlag, 2005
Auf der schäl Sick, am Ende der Keupstraße in Köln-Mülheim verwirklicht Katharina ihren Traum vom eigenen Restaurant. Doch die Weiße Lilie steht unter keinem guten Stern. Trotz der schicken Medienszene auf der Schanzenstraße bleibt der große Ansturm aus, und Katharina kann ihre Schulden nicht bezahlen. Da tut sich völlig unerwartet eine Geldquelle auf. Leider ist diese mit einem Mord vor ihrer Haustür, dem Verschwinden ihrer Putzfrau und dem Ärger mit Schutzgelderpressern verbunden. Diesmal braucht Katharina mehr als ihre gute Spürnase, um sich aus dem Schlamassel herauszuwinden.
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In den ländlichen Regionen Frankreichs findet man noch hie und da ein „table d´hôte“, wo eine alte Form der Gastfreundschaft gepflegt wird. Die Wirtin serviert ein Menü, und das essen alle Gäste gemeinsam an einem Tisch. Warum sollte so etwas nicht in einer Großstadt funktionieren?, frage ich mich bei der Konstruktion der Mordtafel und lasse Katharina mit diesem Konzept ihr Restaurant „Weiße Lilie“ eröffnen. Nach einem geeigneten Standort dafür suche ich lange in Köln, bis ich im rechtrheinischen Mülheim fündig werde. In Mülheim prallen untergehende Stahlindustrie auf hippe Medienszene, das „Klein-Istanbul“ der Keupstraße auf die schicken Neubauten am Rhein. Ein Stadtteil voller Gegensätze, selten schön, aber immer voll prallem Leben. Der ideale Ort für ein solches Restaurant, findet Katharina, aber leider nicht ihre Gäste. Sie kommen keineswegs in Scharen, sie kann ihre Schulden nicht bezahlen. Geld liegt nicht auf der Straße, oder doch? Um Versuchung geht es in diesem Buch. Wie hoch muss die Summe sein, damit man schwach wird? Ich frage alle Freunde und Bekannte, welche Summe sie in Versuchung bringen könnte. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus, bewegen sich zwischen zehn Tausend und einer Million. Für welche Summe wird Katharina schwach?
Presse:
Vieles bleibt rätselhaft in der „Mordstafel“. Gut oder böse, Opfer oder Täter, jeder macht sich irgendwie schuldig. Es wird weitergehen, denn Katharina ahnt längst, dass der wahre Mörder noch weiter frei herumläuft.
WDR, west.art, 13.4.06
Emons Verlag 2007
Arîn Kalay, Katharinas kurdische Auszubildende, gerät unter Mordverdacht. Im Altenheim gegenüber von Katharinas Restaurant Weiße Lilie wird eine in Beton gegossene Leiche entdeckt. – Zwei Mordfälle, die weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick etwas miteinander zu tun haben, bringen den Alltag in der Weißen Lilie gründlich durcheinander, und Katharina sieht sich gezwungen, ihre feine Kochnase erneut als Spürnase einzusetzen.
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Mit den Katharina-Romanen habe ich mich auf eine Ich-Erzählung festgelegt, bei der Eisbombe merke ich, dass ich gerne mal etwas anderes ausprobieren will. Aber kann man in einer Serie plötzlich die Erzählhaltung ändern? Ich versuche es mit einer behutsamen Form. Katharinas Freundin Adela bekommt eine eigene kleine Erzählperspektive, der Haupterzählstrang bleibt bei Katharina und der Ich-Erzählung. Damit die Geschichte Hand und Fuß kriegt, treffe ich mich mit meiner Plot-Sparringspartnerin Martina Kaimeier. Die erste Runde endet mit einer totalen Niederlage, sprich von meiner ersten Idee für die Eisbombe bleibt wenig übrig. Also aufstehen und weiterkämpfen, Schläge einstecken, Schläge austeilen, am Ende „steht“ die Geschichte. Katharina wird vierzig, die biologische Uhr tickt bedrohlich. Sind Kinder ein Thema für sie? Ohne festen Partner? Mit der Weißen Lilie als Arbeitsplatz? Sie bildet in dieser Geschichte einen Lehrling aus. Arîn, eine junge Kurdin. Die hat Ärger in der Berufsschule, der Typ, der sie am meisten piesackt, bricht bei einer Kochprüfung tot zusammen. Ist Arîn eine Mörderin?
Es gibt vieles, was ich am Schreiben liebe, aber Recherchieren gehört zum Schönsten überhaupt und macht bei diesem Buch besondere Freude. Was müssen Köche in ihrer Ausbildung lernen? Was müssen sie für die theoretische, was für die praktische Prüfung können? Bei einer praktischen Prüfung darf ich zusehen: verbrannte Kekse, halbgare Hühner, Schnittwunden und Tränen. Aber nicht nur das Kochen will recherchiert werden, auch die Krimidetails müssen stimmen. Wie, zum Beispiel, sieht eine Leiche aus, die jahrelang in Beton eingeschlossen war?
Emons Verlag, 2009
Die Spitzenköchin kehrt zurück nach Hause.
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Patentante Rosa erbt Katharina deren Haus und Hof. Bald mehren sich ihre Zweifel an dem angeblich natürlichen Tod der alten Frau. Wer ist in ihr Haus eingebrochen? Warum hat Rosa sich geweigert, ihre Felder als Bauland zu verkaufen? Und wohin sind ihre Bienenstämme verschwunden? – Um die Rätsel zu lösen, muss Katharina tief in Rosas Geschichte eintauchen – und damit auch in ihre eigene Vergangenheit
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Im Frühjahr 2008 sterben am Oberrhein zwölftausend Bienenvölker. Als ich zum ersten Mal von diesem Bienensterben höre, bin ich ganz elektrisiert. Was der Tod der Bienen mit Erderwärmung, Globalisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft zu schaffen hat, finde ich nicht nur für meine Köchin Katharina spannend, sondern auch politisch hoch interessant. Für den Krimi brauche ich in Katharinas Umfeld einen Bienenzüchter. Es muss jemand sein, der über die Bienen hinaus eng mit ihr verbunden ist. Eine Patentante, Rosa. Rosa, die ihr in jungen Jahren Schutz und Geborgenheit bietet, wenn Katharina mal wieder Ärger mit ihrer Mutter Martha hat. Überhaupt dieses schwierige Mutter-Tochter-Verhältnis. Ist es nicht an der Zeit, dem Leser mehr davon zu erzählen?
Presse:
Wer im Krimi ein Freund von nicht professionellen Privatschnüfflern ist, wird seine helle Freude an der verwirrenden, temporeichen und spannenden Geschichte haben.
Mittelbadische Presse, 13.11.09
Emons Verlag, 2012
Kann man seinem Liebsten trauen? Diese Frage plagt die Spitzenköchin Katharina Schweitzer, nachdem ihrer Spülfrau Minka verschwindet. Hat Ecki etwas mit deren Verschwinden zu schaffen? Aber nicht nur ihre Liebe zu Ecki, auch das Überleben der Weißen Lilie steht auch dem Spiel. „All- inclusive“, eine neue Restaurantkette, mischt durch einen schonungslosen Verdrängungswettbewerb die Kölner Restaurantszene auf. Katharina holpert durch viele Schlaglöcher, bevor die sie Ärmel ihrer Kochjacke hochkrempeln und ihre erprobte Spürnase einsetzen kann. Sie stößt auf zwei Leichen und eine perfide Melange aus Habgier und Schaumschlägerei …
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Um eine professionelle Köchin wie Katharina lebensnah beschreiben zu können, rede ich immer wieder mit Köchinnen und Köche, lasse mir Restaurant-Küchen zeigen, höre genau hin, wenn es um Schwierigkeiten, Sorgen und Nöte in der Gastronomie geht. Bevor ich „Himmel un Ääd“ in Angriff nehme, erfülle ich mir einen lang gehegten Wunsch. Einmal möchte ich selbst in einer Koch-Brigade stehen. Nicht beobachtend am Rande, sondern mittendrin. Bettina Hoffmann, die das wunderbare Restaurant „Schindelsee“ im fränkischen Steigerwald betreibt, lässt diesen Wunsch wahr werden. Zehn Tage schufte ich mit ihrer kleinen Brigade zu absoluten Hochsaison-Zeiten. Jetzt weiß ich, wie in einer Küche die Post abgeht, wenn in einem ausgebuchten Restaurant hungrige Gäste sitzen. Und ich weiß, dass ich einen Kochposten in meiner „Weiße-Lilie“-Brigade immer vergessen habe. Den Spülposten. Wenn sich nämlich das dreckige Geschirr auf Pass und Arbeitsflächen stapelt, geht in einer Küche gar nichts mehr. Wen wundert es, dass die Spülfrau Minka nun in „Himmel un Ääd“ eine wichtige Rolle spielt?
Sauerländer Verlag, 2010
Kitty gehört zu der Clique von der Rennbahn. Sie hat Maureen, das Mädchen mit dem Nasenring, nur einmal gesehen. Doch als das Mädchen tot aufgefunden wird, ist jede auch noch so flüchtige Erinnerung von größter Bedeutung. Kittys bester Freund Jan scheint mehr zu wissen. Nicht nur von der Pistole, die Maureen im Rucksack hatte ...
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Die Geschichte von Maureen, Kitty und Jan, die mehr als nur diese Walther PPK verbindet. Der erste Fall der jungen Polizistin Anja Kraft. Zum ersten Mal schreibe ich einen Roman aus mehreren Perspektiven (Kitty, Jan und Anja), was eine tolle Erfahrung ist, zum ersten Mal mit Jugendlichen in der Hauptrolle, und zum ersten Mal kann ich meine beiden Berufe zusammenbringen. Als Sozialpädagogin habe ich viele Jahre in einem Jugendzentrum gearbeitet, als Autorin gebe ich bis heute gerne Schreibworkshops für Jugendliche. Kitty und Anja, das ist beim Schreiben vertrautes Terrain, aber Jan ist ganz neu. Noch nie habe ich mich beim Schreiben in einen Jungen hineindenken müssen. Kann ich glaubwürdig über einen Siebzehnjährigen schreiben? Für mich ist Jan unruhig, zerrissen, verliebt, gleichzeitig ist er ein Grübler und Zweifler. Als ich ihn verstehe, schreibt er sich ganz leicht. Was Jan und die anderen mit der Waffe zu schaffen haben, warum Maureen stirbt, warum Kitty fast zur Mörderin und Jan am Ende doch so was wie ein Held wird, darüber schreibe ich, grabe mich tiefer und tiefer in die Geschichte ein. Beim Showdown höre ich überhaupt nicht mehr auf zu schreiben, werde von meiner eigenen Spannung mitgerissen. Wie kann ich Kitty retten? Wie kriege ich Jan dazu, endlich die Pistole zu vernichten?
"Packender Jugendthriller, spannend bis zum Schluss. Trifft den Nerv der Zeit und sorgt für Kopfkino vom Feinsten." Magazin BÜCHER, April/Mai 2010
Glaser fühlt sich ein, ohne gefühlig zu werden, erzählt überzeugend unromantisch von Liebe und Sex mit 14, benutzt eine Jugendsprache, die nie aufgesetzt wirkt. Verdi Publik 5/2010
Glasers „Schreckschüsse“ ist ein knallharter Jugendkrimi, der nah an der Realität und nichts für Sensibelchen ist. Berliner Kurier, 6.6.2010
"Schreckschüsse" gehört 2010-2012 zu den "Werkproben". Lesungen in NRW werden im Rahmen der Leseförderung zu Zweidrittel finanziert. Nähere Informationen unter: info@nrw-kultur.de
Sauerländer Verlag, 2011
"Fremde Fracht" ist für den Hans-Jörg-Martin-Preis 2012 nominiert.
Nach einem Streit haut Jule von zu Hause ab und kriecht bei Niklas auf dem Rheinfrachter unter. Aber Niklas ist von ihrem Besuch nicht so begeistert, wie Jule sich das erhofft hat. Den Grund entdeckt sie am zweiten Tag auf dem Schiff: In der Gefriertruhe liegt ein toter Mann ... In der Zwischenzeit sucht ihre große Schwester Anja nach ihr. Anja ist aber bei der Kölner Mordkommission und muss gleichzeitig in einem anderen Fall ermitteln: Das Opfer ist ein junger Rheinschiffer.
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Für „Fremde Fracht“ besuche in Duisburg die Schule für Binnenschiffer und das Schulschiff, auf dem die Azubis während ihres Unterrichtes wohnen. Die Zweierkabinen sind winzig, die Badezimmer immer für mehrere, Privatsphäre begrenzt sich auf einen schmalen Schrank. Also ich würde Platzangst kriegen. Aber auf jedem Schiff müssen die Schiffer auf engstem Raum miteinander klar kommen, erklärt mir der Kapitän. Auch Jule und Niklas in meiner Geschichte, und für die beiden ist das gar nicht so einfach. Nachdem Jule den Toten in der Gefriertruhe entdeckt, will sie eigentlich nur noch weg, runter von dem Schiff, aber das hält nicht ein, fährt Tag und Nacht immer weiter und weiter. Und so stolz Jule am Anfang darauf ist, dass sie ihre Fluchtspuren so gut verwischt hat, dass selbst Anja, die erfahrene Polizistin, sie nicht finden kann, so sehr hofft sie zwei Tage später, dass ihre Schwester sie trotzdem aufspürt. Und Niklas? Dem wird in der Geschichte übel mitgespielt, der muss viel aushalten. Aber er lässt sich nicht unterkriegen. Und ich als seine Erfinderin bin sehr stolz darauf, dass er das Schiff am Ende aufrecht verlassen kann.
Kurzgeschichten gehorchen einer eigenen Dramaturgie: die Konzentration auf wenige Figuren, das geschickte Spiel mit trickreichen Wendungen, die Freude an einer überraschenden Auflösung. Sie sind Fingerübungen, bei denen man viel leichter als beim Roman Neues ausprobieren kann: Ausflüge in noch nie benutzte Erzählstile, Liebäugeln mit Figuren, die man in einem Roman nie einsetzen würde, Spielen mit ungewöhnlichen Dialogen. Das mag ich und das bringt mich als Autorin weiter, deshalb schreibe ich sehr gerne Kurzgeschichten.
Emons Verlag, 2007
Orlando und List können sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen. Wie Léo Malets berühmter Detektiv Nestor Burma in jeder Folge in einem anderen Pariser Arrondissement ermittelt, zieht das Verbrechen die beiden Detektivinnen jeweils in einen anderen Stadtteil Kölns.
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Von 2002 bis 2008 schreibe ich für den Kölner Stadtanzeiger Kurzkrimis: dreißig Zeilen, sechzig Anschläge, maximal fünf Seiten, immer mit den Detektivinnen Orlando&List, immer mit Beschreibungen eines Kölner Stadtteils, immer ein abgeschlossener Krimi, immer auf Termin. Eine harte, aber gute Schule im Kurzgeschichtenschreiben. Über vierzig produziere ich, mal sind sie witzig, mal melancholisch, mal wütend. Die erste dreiunddreißig sind in einem von Carmen Strzelecki wunderschön illustrierten Sammelband erschienen.
In: Dessert für eine Leiche, Leporello Verlag, 2008
Herausgegeben von Ina Coelen
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Einige hochkarätige deutschsprachige KrimiautorInnen, die sich am Niederrhein auskennen, haben außer der Liebe zum Krimi auch den Hang zum Süßen gemeinsam.
Ein Kurzkrimi, in dem ein Nachtisch die Hauptrolle spielt, ist für eine begeisterte Patissière wie mich ganz wunderbar! Ich erfinde einen Kochwettbewerb, bei dem mit harten Bandagen gekämpft wird. Viktoria hat dafür nicht nur frisch geschliffene Messer, Gaskartuschen, schärfste Chilischoten und getrocknete Schafsköttel, sondern auch die finstersten Gedanken im Gepäck.
In: Köln, blutrot, Kölnisch-Preußische Lektoratsanstalt, 2008
Herausgegeben von Andreas Izquierdo und Angela Eßer
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Deutschlands beste Kurzkrimiautoren haben zugeschlagen: in der Nordstadt, in der Südstadt, op der schäl Sick. Einfach überall. Und jetzt hat unsere schöne Domstadt ein paar Leiche mehr.
Ihr könnt in jeden Stadtteil von Köln gehen, Hauptsache ihr liefert eine gute Geschichte ab, schreibt der Herausgeber, Andreas Izquierdo, an seine Autoren. Ich entscheide mich für die autofreie Siedlung in Köln-Nippes. Eng bebaut, viele glückliche junge Familien. Was passiert, wenn da eine Ehe kaputt geht? Und wie bitte entsorgt man eine Leiche, wenn man nicht mit dem Auto bis vor die Tür fahren kann?
In: Bitterböse – Schokoladenkrimis vom Niederrhein, Leporello Verlag, 2009
Herausgegeben von Ina Coelen und Brigitte Glaser
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Schokolade! Das ist Genuss und Gefahr, Verführung und Verdammnis, Lust und Laster, Glücksspender und Suchtmittel. Genau wie gute Krimis!
Schon immer einmal wollte ich eine Leiche mit einem Schokoladenguss überziehen. Passion douce gibt mir die Gelegenheit dazu: Ein schokoladensüchtiger Kommissar, der seine Angebetete mit russischen Trüffeln zu erobern sucht. Ein begnadeter Patissier, dem die Liebe zum Verhängnis wird.
In: Hängen im Schacht, KBV-Verlag, 2009
Das Mordsbrevier fürs Mordsrevier. Herausgegeben von H.P. Karr
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Zwei Dutzend der besten Krimiautoren haben die Europäische Kulturhauptstadt 2010 und das Revier von Duisburg bis Dortmund durchstreift und präsentieren ihre mörderischen Beutestücke: Krimis über Kohle und Koks, Morde zwischen Baldeneysee und Haus Kemnade, Leckerbissen von Pommes tot-weiß bis zur Pizza `Ndrangheta.
Bei Ruhrgebiet denke ich sofort an Gelsenkirchen und die Arena Auf Schalke, also muss meine Geschichte auch dort spielen. Gibt es ihn wirklich, den Typen mit den stahlblauen Augen und einem Sixpack wie Brad Pitt? Und hat er wirklich auf den Russen beim Lokalderby Auf Schalke geschossen?
In: Fürchtet Euch nicht! Ullstein Verlag, 2009
Der neue Krimi-Adventskalender, herausgegeben von Gisa Klönne.
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24 mörderische Weihnachtsgeschichten namhafter deutschsprachiger Krimiautorinnen und – autoren. Die perfekte Lektüre für dunkle Weihnachtsabende!
Eine Zeitungsnotiz in der Vorweihnachtszeit. In einer Tannenschonung wurden die Spitzen von dreitausend Nordmanntannen gekappt. Vandalismus, oder? Aber warum? Wer macht so was? Als ich es weiß, schreibe ich die Geschichte von Dolores und den Tannenbäumen. Heiligabend on the road, unter der Plane des Pick-up eine Nordmanntanne. Ist sie wirklich Dolores´ einziges Gepäck? Urs wird es nie erfahren.
In: Natürlich der Gärtner, Leporello Verlag 2010
Herausgegeben von Ina Coelen und Rebecca Gablé
Niederrheinische Krimi-Route der Gartenkunst zur Criminale 2011
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Elf AutorInnen haben ihre Tatorte an elf schaurig schöne Parks, Garten- und Schlossanlagen am Niederrhein verlegt.
Ein Klassentreffen und ein Auftrag führen Emma zurück nach Zons. Sie soll dort einen Dormagener Industriellen liquidieren. Leider kommen ihr dabei eine alte Jugendliebe und unschöne Erinnerungen in die Quere.
In: Nordeifel – Mordeifel, KBV-Verlag 2010
Herausgegeben von Ralf Kramp
Die Eifel ist gefährlich. Nirgendwo blüht das literarische Verbrechen so üppig wie im Wilden Westen Deutschlands.
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Ende des 20ten Jahrhunderts erwirbt der Landschaftsverband Rheinland die ehemaligen Tuchfabrik Müller in Euskirchen für seine Industriemuseen, eine Fabrik mit allem Drum und Dran im Originalzustand von 1961. Aus dem Dornröschenschlaf erweckt ist sie heute für Besucher zugänglich und katapultiert einem wirklich fünfzig Jahre zurück. Was könnte hier für ein Verbrechen stattgefunden haben, frage ich mich bei meinem Rundgang. Nachdem ich zweimal durch die alten Hallen gestreift bin, weiß ich es. Leo Kahn, ein alter Weber, lässt sich von seiner Enkelin in das Museum führen. Dadurch werden Erinnerungen lebendig, die er gerne unter der Decke halten würde. Erinnerungen an 1953, als er in der Tuchfabrik gearbeitet hat, der Krieg grade mal acht Jahre vorbei ist, und alle gern ein weißes Tuch des Vergessens über alles legen würden. Aber Leo Kahn kann das nicht ...
In: Bis zum letzten Tropfen, Emons-Verlag 2010
Herausgegeben von Martina Fiess und und Silvija Hinzmann
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Im Wein liegt Wahrheit – und die ist mitunter lebensgefährlich. Deutsche Weine und deutsche Krimiautorinnen und Krimiautoren – eine Cuvée der Extraklasse.
Ein Venedig-Ausflug mit ihren Klassenkameraden aus der Winzerschule verändert Rosis Leben für immer. Im gefühlswirren Tanderadei der Lagunenstadt kann ihr Kollege Herbert den ersten Stich in ihr ungeschütztes Herz setzen. Zurück in den Kaiserstühler Weinbergen gelingt es ihr fast, ihn zu vergessen. Aber dank Rosis ausgezeichnetem Grauburgunder taucht Herbert wieder auf, Rosi entflammt erneut und merkt zu spät, was wirklich Sache ist.
In: Abmurksen und Teetrinken, Leporello Verlag, April 2011
Herausgegeben von Ina Coelen
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Die Lakritz liebende Nicole Koslowski und die Bananen köpfende Meier-Rosenburg, die eine die Mutter, die andere die Grundschullehrerin von Marvin, sitzen zum Elterngespräch im Klassenzimmer. Unvereinbare Welten prallen aufeinander, und der erbitterte Streit über gesundes Essen endet für beide Frauen überraschend und für eine von ihnen tödlich.
In: Scharf geschossen – Die deutsche Kurzkrimi-Frauen-Nationalmannschaft schreibt zur FIFA Frauenweltmeisterschaft 2011, KBV-Verlag, Mai 2011
Herausgegeben von Rebecca Gablé
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Was macht eine Autorin, die einen Krimi über Frauenfußball schreiben soll, davon aber keine Ahnung hat? Sie überlegt, wer sie mit dem nötigen Input versorgen kann. Carmen Nellesbach fällt ihr ein, keine Ballanalphabetin wie die Autorin, früher bei jedem Ballspiel ein echter Brecher, immer im Angriff, gnadenlos mit dem Gegner. Und gnadenlos scheint Carmen bis heute zu sein ...
In: Tatort Eifel 3, KBV-Verlag 2011
Herausgeber Ralf Kramp
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In Berndorf spielt meine Geschichte, dem legendären Ort, in dem durch Jaques, der sich diesen als Pseudonym ausgesucht hat, vor vielen Jahren die Eifelkrimis ihren Anfang nahmen. Jaques Berndorf kommt im Buuredanz aber gar nicht vor, dafür der Alleinunterhalter Felix Wunderlich, der sich nicht nur mit einer toten Exfreundin, sondern auch noch mit einer besoffenen Braut herumschlagen muss. Aber die Eifel ist einsam, der Eifeler listig, und es gibt für alles eine Lösung.
In: Trio Mortale, Brücken Verlag 2011
Wiesbadener Kriminalgeschichten Band 3, Herausgeberin Susanne Lewalter
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Was tun mit einer unliebsamen Leiche? Etelka Komenko befördert den Gatten mit einem sauberen Schuss ins Jenseits, da kommt der dumme Patissier als Abnehmer gerade recht, aber der verliert den Toten. Ausgerechnet Olga Moll stolpert über den ermordeten Banker, dem sie schon vor zehn Jahren den Tod gewünscht hat, und Ingo Illig kocht vor Wut, als er an seinem freien Wochenende zu einem Leichenfund gerufen wird. Und dann ist die Leiche plötzlich weg …
In: Tausend Berge, tausend Abgründe, Grafit Verlag 2012
Herausgeber: Kathrin Heinrichs und Theo Pointer
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Nach dreißig Jahren im australischen Outback kehrt Claire Güllen ins Sauerland zurück. Wieder im Land der Wälder und Bäche kann sie die Erinnerung an das Schützenfest von 1974 und an das Sündenwäldchen nicht mehr unter Verschluss halten. Und dann will sie nur eines: Rache. Sie will den Kopf von Siggi Struwe.